a cappella

Das Wort „a cappella“ kommt aus dem Italienischen und wird deshalb auch mit Doppel-p und Doppel-l geschrieben. Es bedeutete ursprünglich „nach Art der Kapelle“. Darunter verstand man aber keinesfalls, so wie heute, eine Vokalmusik ohne Begleitung von Instrumenten, sondern die Instrumente spielten genau das, was auch die Sänger sangen. Erst im 19. Jahrhundert kam es durch Laienchöre zu einem Mißverständnis des Begriffes „a cappella“. Es wurde nun darunter eine Musik verstanden, die allein auf der menschlichen Stimme beruht.

Ab dem späten 19. Jahrhundert entstand in den USA die Barbershopmusik: Um sich die Wartezeit beim Barbier zu verkürzen, sang einer die Melodie, ein andere sang eine Bass-Linie darunter, eine hohe Stimme sang Terzen über der Melodie, und schließlich füllte ein harmonisches Genie den Sound, der Baritone.
Der Barbershop ist einer der wenigen originär amerikanischen Musikstile.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in den USA viele bekannte Kleingruppen, die in Barbershop-Manier sangen.

In den 20er Jahren enstanden The Revelers (dt. „die Nachtschwärmer“), die vierstimmig mit Klavierbegleitung sangen und auch in Europa sehr bekannt waren. Sie waren großes Vorbild für Harry Frommermann, den Gründer der möglicherweise bis heute bekanntesten Vokalgruppe, den Comedian Harmonists.

Die Comedian Harmonists wurden 1927 in Berlin gegründet und sangen 5stimmig mit Klavierbegleitung bis 1935, als sie verboten wurden, weil 3 Sänger jüdisch waren. Zu ihrem Repertoire zählten Jazztitel, Operettenschlager, populäre Lieder aus Filmen, auch Volks- und Weihnachtslieder. Die Musik war für damalige Zeiten flott, äußerst präzise und raffiniert und v.a. vielfach von parodistischem Witz. Bis heute werden ihre Lieder von Chören und Kleingruppen gesungen, u.a. von VoiceQ.

In den 50er Jahren enstand in den USA die Doo-Wop-Musik, die sich eher an Rock’n’Roll bzw. Rythm-and-Blues-Balladen orientierte, und sich durch den intensiven Gebrauch von Nonsense-Silben auszeichnete, wie z.B. Diddle-De-Dum, Du-Wah oder eben Doo-Wop. Es enstanden Klassiker wie „Sh-Boom“ von den Chords, „In the Still of the Night“ von den Five Satins oder „Rama Lama Ding Dong“ von den Edsels, auch nicht zu vergessen „Lollipop“ oder „Mr Sandman“ von The Chordettes, einer A-cappella-Girlgroup.

Heute haben die meisten A-cappella-Gruppen 4-6 Mitglieder und singen ohne Klavier, benutzen vielleicht Hände und Füße, oder kleine Rhythmusinstrumente.
A cappella zu dritt wie bei VoiceQ ist in Wirklichkeit nicht möglich, aber gelegentlich wird auch mal das Unmögliche möglich gemacht.